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Lisa Klein (re.) freut sich über EM-Bronze hinter Amy Pieters (Mitte) und Elena Cecchini. Foto: BDR
10.08.2019 16:29
EM: Klein holt Bronze im Straßenrennen - Pieters siegt

Alkmaar (rad-net) - Lisa Klein hat bei der Straßen-Europameisterschaft ihre dritte Medaille geholt. Nach Silber mit der deutschen Staffel und im Zeitfahren gewann sie nun aus einer dreiköpfigen Spitzengruppe Bronze im Straßenrennen der Frauen. Es siegte Amy Pieters aus den Niederlanden vor Elena Cecchini (Italien).

Lisa Brennauer kam mit der ersten Verfolgergruppe ins Ziel und wurde Siebte.

«Ich bin super happy mit der Bronzemedaille, ich kann das noch gar nicht glauben. Das war ein langer Weg, ich hätte nicht gedacht, dass es reicht und bin super glücklich, dass ich das so lange durchgehalten habe», sagte die 23-Jährige nach dem Zieleinlauf. Das EM-Rennen war von heftigsten Windböen begleitet. «Im Finale hatte ich nichts mehr übrig. Ich wusste dass Amy die schnellste ist, habe mich leider nicht ganz so gut positioniert, als es ein letztes Mal über die Brücke ging. Aber was solls, ich werde aus solchen Situationen für die Zukunft lernen und freue mich jetzt erst einmal über den Erfolg heute.»

Zusammen mit Pieters und Cecchini war Klein bereits in der zweiten von insgesamt zehn Runden dem Feld davongefahren. Das Trio harmonierte gut und baute seinen Vorsprung auf mehr als zwei Minuten aus. Das war auch der Verdienst der deutschen Nationalmannschaft, die in den Verfolgergruppen jede Konterattacke vereitelte. Mit Lisa Brennauer, Charlotte Becker, Romy Kasper, Mieke Kröger oder Trixi Worrack kontrollierten Athletinnen das Feld, die jahrelange Erfahrung haben und Klein den Weg zur Medaille ebneten. Nach der Hälfte des Rennens war es vor allem Mieke Kröger, die sich immer wieder wie eine Lokomotive an die Spitze setzte, aber das Feld ausbremste. In den letzten Runden kontrollierten Becker und Brennauer perfekt.

Lediglich Kathrin Hammes verlor bei dem extremen Wind irgendwann den Anschluss. Dabei hatte sie dennoch mehr Glück als ihre Teamkollegin Liane Lippert, die bereits in der ersten Runde von einer heftigen Windböe erfasst und gegen die Bande gedrückt wurde und sich dabei schwerste Schürfwunden zuzog und aufgeben musste. «Ich kann mich an nichts erinnern», sagte sie später.

«Das war heute eine Teamleistung nach dem Lehrbuch», war Bundestrainer André Korff voll des Lobes über die großartige Mannschaftsleistung der deutschen Frauen in diesem EM-Rennen.

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