Cerler (rad-net) – João Almeida (UAE Team Emirates – XRG) zeigte sich nach der siebten Etappe der Vuelta a España (UCI 2.UWT) enttäuscht über die Fahrweise seines Konkurrenten Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike). Der Portugiese versuchte im finalen Anstieg nach Cerler eine Selektion herbeizuführen, erhielt jedoch keine Unterstützung vom Dänen – ein taktisches Verhalten, das Almeida zwar nachvollziehen konnte, aber dennoch mit Frust kommentierte.
«Ich habe gesehen, dass Visma heute nicht wirklich auf ein hartes Finale aus war. Ich habe Marc Soler gebeten, ein bisschen Tempo zu fahren, um vielleicht etwas zu probieren, aber der Anstieg war letztlich doch nicht so schwer wie gedacht», sagte Almeida im Ziel gegenüber Eurosport. «Ich habe es versucht. Vielleicht hätte sich eine Lücke ergeben können, aber am Ende wollte niemand kooperieren. Vingegaard hätte ja nicht wirklich mitführen müssen, also kann ich es verstehen. Er fährt generell aber nicht besonders oft», versuchte der Portugiese eine Erklärung zu finden.
Almeida attackierte rund sieben Kilometer vor dem Ziel gemeinsam mit Vingegaard und Giulio Ciccone (Lidl – Trek), doch keiner der beiden Rivalen zeigte Interesse, Abstand nach hinten zu gewinnen. Die drei wurden kurz darauf wieder vom restlichen Favoritenfeld eingeholt, das mit 14 Fahrern gemeinsam 2:35 Minuten hinter Etappensieger Juan Ayuso (UAE Team Emirates – XRG) das Ziel erreichte.
In der Gesamtwertung liegt Almeida nach der Etappe mit einem Rückstand von 2:41 Minuten auf den überraschenden Führenden Torstein Træen (Bahrain – Victorious) auf Rang drei – nur acht Sekunden hinter Vingegaard. Der UAE-Kapitän zeigte sich dennoch optimistisch und blickt mit Vorfreude auf die kommenden Bergankünfte in der zweiten Woche, unter anderem am schweren Alto de L'Angliru und La Farrapona.
«Ich fühle mich bisher jeden Tag gut. Das ist ein gutes Zeichen. Ich freue mich auf die harten Etappen, die noch kommen», sagte Almeida. Nach dem Zeitverlust von Ayuso auf der sechsten Etappe ist der Portugiese nun alleiniger Kapitän bei UAE. Dass sein Teamkollege nur einen Tag später eine Etappe gewann, überraschte ihn nicht: «Juan ist ein starker Fahrer. Er hat das absolut verdient.»
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