Vaux-sur-Sûre (rad-net) - Laurence Pithie (Red Bull – Bora – Hansgrohe) hat die dritte Etappe der Tour de Wallonie (UCI 2.Pro) gewonnen. Der Neuseeländer setzte sich nach einem schweren Massensturz im Finale aus einer kleinen sturzbedingten Spitzengruppe vor dem Deutschen Kim Heiduk (Netcompany Ineos) und Krists Neilands (NSN) durch.
Rund 1,5 Kilometer vor dem Ziel kam es im Feld zu einem folgenreichen Sturz, bei dem ein Großteil des Pelotons ausgebremste wurde. Nur etwa ein Dutzend Fahrer konnte dem Zwischenfall ausweichen, darunter mehrere Fahrer von Red Bull und Netcompany Ineos. Diese Gruppe machte den Tagessieg unter sich aus.
Im ansteigenden Finale bereiteten Jordi Meeus und Danny van Poppel den Sprint für Pithie vor. Heiduk hielt zunächst noch mit, hatte auf die letzte Beschleunigung des Neuseeländers aber keine Antwort mehr und wurde starker Zweiter. Für Pithie war es bereits der vierte Saisonsieg.
Durch Rang zwei übernahm Heiduk die Gesamtführung. Der Deutsche hatte vor der Etappe nur drei Sekunden Rückstand auf den bisherigen Spitzenreiter Ben Oliver (Modern Adventure) und sicherte sich mit den Bonussekunden im Ziel das Führungstrikot. Er führt nun mit je drei Sekunden Vorsprung auf Meeus und Oliver.
Zuvor hatte eine sechsköpfige Ausreißergruppe um den italienischen Meister Filippo Conca (Jayco – AlUla) das Rennen bestimmt. Das Sextett wurde jedoch elf Kilometer vor dem Ziel gestellt, sodass alles auf eine Sprintentscheidung hinauslief.
Die morgige vierte Etappe führt über 166,7 Kilometer von Dison nach Eupen. Erneut spicken einige kleinere Anstiege das Profil. Ein Sprint aus einem selektierten Hauptfeld ist das wahrscheinlichste Szenario.
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