Salvaterra de Mino (rad-net) - Franziska Koch (FDJ United-Suez) ist zum Auftakt der Vuelta a España Femenina auf den dritten Platz gespurtet. Den Sieg auf der 114 Kilometer langen Etappe von Marín nach Salvaterra de Mino holte Noemi Rüegg (EF Education-Oatly), die damit auch die Gesamtführung übernahm.
Die Frauen ließen ihre erste Grand Tour des Jahres ruhig angehen. Ein geschlossenes Peloton ging in den ersten Anstieg des Tages, den Alto do Cruceiro, der nach rund 30 Kilometern erreicht wurde. Dort gab es aber auch keine entscheidenden Vorstöße - die Fahrerinnen fuhren lediglich um die Bergpunkte. Bis zum Zwischensprint bei noch etwas mehr als 25 zu fahrenden Kilometern verlief das Rennen auch eher unspektakulär. Dort war Koch am schnellsten und sicherte sich sechs Bonussekunden.
Danach lief alles auf einen Massensprint hinaus, doch neun Kilometer vor dem Ziel ereignete sich auf einer kurzen Abfahrt direkt an der Spitze des Feldes ein Sturz. Marianne Vos (Visma-Lease a Bike), eine der Favoritinnen für die erste Etappe, gehörte zu den betroffenen Fahrerinnen. Der Sturz führte zu Ausreißversuchen von sechs Fahrerinnen: Koch, ihre Teamkolleginnen Juliette Berthet, Eva van Agt, Alessia Vigilia (Uno-X Mobility) und Pauline Ferrand-Prévot (Visma-Lease a Bike) hatten eine kleine Lücke. FDJ United-Suez hatte bereits vor dem Sturz das Tempo gemacht und setzte es nun fort. Das Peloton, angeführt von EF und SD Worx-Protime, konnte jedoch vier Kilometer vor dem Ziel aufschließen. Zwei Kilometer vor dem Ziel gelang es auch Vos, wieder ans Feld heranzukommen.
Rüegg eröffnete den Sprint und konnte sich vor Lotte Kopecky (SD Worx-Protime) und Koch behaupten. Liane Lippert (Movistar) überquerte als 17. den Zielstrich.
In der Gesamtwertung liegt Rüegg zeitgleich vor Koch. Mit vier Sekunden Rückstand folgt Kopecky auf dem dritten Platz.
Die Spanien-Rundfahrt der Frauen geht über sieben Etappen und endet am kommenden Samstag mit einer schweren Bergetappe. Das letzte Teilstück endet nach 133 Kilometern vor dem L'Angliru. Der Berg ist rund zwölf Kilometer lang und durchschnittlich über zehn Prozent steil.
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