Sursee (rad-net) - Lennart Jasch steigt beim Team Tudor mit sofortiger Wirkung vom Development Team ins Profiteam auf. Wie die Mannschaft heute Morgen mitteilte, wurde der Vertrag des 25-jährigen Deutschen zugleich bis Ende 2028 verlängert.
Jasch fährt seit Beginn dieser Saison für das Development Team von Tudor und machte im Frühjahr mit seinem Solosieg auf der Königsetappe der Tour of the Alps (UCI 2.Pro) auf sich aufmerksam. Nun folgt der nächste Schritt in seiner noch jungen Radsportkarriere. «Wenn ich zurückblicke, kann ich selbst kaum glauben, wie viel seit meinem Einstieg in den Radsport 2024 passiert ist. Ich freue mich riesig, jetzt Teil des Profiteams zu werden», sagte Jasch.
Sein erstes Rennen auf WorldTour-Niveau soll nun die Tour Auvergne Rhône-Alpes (UCI 2.UWT) vom 7. bis 14. Juni sein, die früher als Critérium du Dauphiné bekannt war. Für Jasch wird es zugleich die bislang längste Rundfahrt seiner Laufbahn. Dort wolle er «so gut wie möglich im Dienst der Mannschaft fahren».
Tudor-Chef Raphael Meyer sprach von einem «logischen Schritt». Jasch habe seit seinem Wechsel in den Radsport «eine beeindruckende Entwicklung genommen». Sein Mut, nach dem Ende seiner Eisschnelllauf-Karriere noch einmal in eine völlig neue Sportart einzusteigen, passe «genau zu den Werten und zur Philosophie des Teams».
Tatsächlich ist Jaschs Weg ungewöhnlich. Über viele Jahre war der Deutsche als Eisschnellläufer auf internationalem Niveau unterwegs und gehörte dem Nationalteam an. Das Rennrad diente zunächst nur als Sommer-Trainingsgerät. Erst eine muskuläre Dysbalance beendete 2023 seine Karriere auf dem Eis und führte zum Umdenken. 2024 schloss er sich einem regionalen Radsportteam an, 2025 folgte bereits der Schritt ins Development-Team von Red Bull – Bora – Hansgrohe, mit seinem ersten Sieg beim Giro della Regione Friuli (UCI 2.2).
Nun gehört Jasch zum Profiteam von Tudor und richtet den Blick bereits auf größere Ziele. Besonders eine Grand Tour reizt ihn: «Ich will herausfinden, wie weit ich mich noch entwickeln kann. Konkret steht die Erfahrung einer Grand Tour ganz oben auf der Liste meiner Ziele. 21 Etappen, ich stelle mir vor, dass das auf vielen Ebenen unglaublich hart sein wird, und genau diese Erfahrung möchte ich unbedingt machen.»
Im Kader ersetzt Jasch Joel Suter. Der Schweizer hatte sich nach einer längeren Erholungsphase von einer Gehirnerschütterung gemeinsam mit dem Team dazu entschieden, den Fokus für den Rest der Saison auf Gravelrennen zu legen.
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