Las Praeres (rad-net) - Anna van der Breggen (SD Worx-Protime) hat die erste schwere Bergetappe der Vuelta a España Femenina 2026 gewonnen. Damit übernahm die Ex-Weltmeisterin aus den Niederlanden auch die Gesamtführung von ihrer Teamkollegin Lotte Kopecky.
In der Anfangsphase des 106 Kilometer langen Teilstücks von Gijon nach Las Praeres setzte sich eine vierköpfige Ausreißergruppe mit über fünf Minuten Vorsprung vom Peloton ab. Zwischenzeitlich versuchten noch zwei Fahrerinnen nach vorne aufzuschließen, kamen jedoch nie heran. Direkt nach dem Zwischensprint, 24 Kilometer vor dem Ziel, endete der Fluchtversuch der Gruppe. Dort konnte sich Franziska Koch (FDJ United-Suez) noch wichtige Punkte im Kampf um das Sprinttrikot ergattern.
In Richtung Alto Les Praères schlug das Wetter plötzlich um. Am Fuße des knapp vier Kilometer langen und durchschnittlich 12,5 Prozent steilen Schlussanstiegs waren die Fahrerinnen bereits völlig durchnässt. Das und die Steigung sorgte dafür, dass das Feld daraufhin sofort auseinanderfiel.
Nach rund einem Kilometer lagen Van der Breggen, Paula Blasi (UAE-Team ADQ) und Marion Bunel (Visma-Lease a Bike) zu dritt vorne. Van der Breggen diktierte das Tempo und rollte ihren beiden Mitstreiterinnen Meter um Meter davon. Zwar lagen die drei Frauen jeweils nur in Sichtweite auseinander, doch änderte sich bis ins Ziel nichts mehr. Van der Breggen gewann mit acht Sekunden Vorsprung vor Blasi. Mit 29 Sekunden Rückstand überquerte Bunel als Dritte den Zielstrich. Beste Deutsche war Ricarda Bauernfeind (Lidl-Trek) auf Rang 16 (+1:32).
In der Gesamtwertung liegt Van der Breggen nun 18 Sekunden vor Blasi und 41 vor Bunel.
Morgen fällt die Entscheidung bei der Spanien-Rundfahrt der Frauen. Den Schlusspunkt bildet der über zwölf Kilometer lange und mehr als zehn Prozent steilte Alto de l'Angliru.
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