Valkenburg (rad-net) - Paula Blasi (UAE-Team ADQ) hat beim Amstel Gold Race der Frauen für eine kleine Überraschung gesorgt. Die Spanierin gewann als Solistin und verwies Canyon-Sram-Zondacrypto-Fahrerin Katarzyna Niewiadoma auf Rang zwei. Beste Deutsche war Liane Lippert (Movistar) auf Rang 28.
Die Fahrerinnen ließen das 158 Kilometer lange Rennen von Maastricht nach Valkenburg zunächst ruhig angehen. Erst nach rund einer halben Stunde gab es den ersten Vorstoß aus dem Peloton. Annelies Nijssen (Lotto-Intermarché Ladies) hatte angegriffen, kurz darauf schlossen sich ihr Nicole Steigenga (AG Insurance-Soudal), Kiara Lylyk (Mayenne-Monbana My Pie), Heidi Franz (St. Michel-Preference Home-Auber93) und Scarlett Souren (VolkerWessels) an. Einige Fahrerinnen versuchten zwar noch, die Lücke zu schließen, doch die frühe Ausreißergruppe stand. Als nach rund 50 Kilometern die ersten Anstiege erreicht wurden, mussten Souren und Lylyk jedoch reißen lassen, aber auch die anderen drei Fahrerinnen wurden bereits zur Rennhälfte gestellt.
Daraufhin gab es einige weitere Angriffe, jedoch ohne Erfolg. Einige schnelle Fahrerinnen wie Lorena Wiebes (SD Worx-Protime) oder Marianne Vos (Visma-Lease a Bike) fielen dadurch jedoch zurück. Der erste starke Angriff der Favoritinnen kam von Anna van der Breggen (SD Worx-Protime) am Geulhemmerberg rund 40 Kilometer vor dem Ziel. Unter anderem folgten ihr Niewiadoma, Demi Vollering (FDJ United-Suez) und Noemi Rüegg (EF Education-Oatly), doch eine wirkliche Zusammenarbeit herrschte nicht und das Feld war, obwohl inzwischen erheblich dezimiert, aufmerksam und holte sie zurück.
Die Vorentscheidung fiel bei noch 27 zu fahrenden Kilometern. Dort beschleunigte Blasi und bekam Gesellschaft von Nienke Vinke (SD Worx-Protime). Erstmals zögerte das Hauptfeld kurz, und der Vorsprung wuchs auf fast eine halbe Minute an. Bei der vorletzten Überquerung des Caubergs erhöhte Blasi das Tempo noch einmal und schüttelte Vinke damit ab. Im Feld herrschte keine konsequente Nachführarbeit, sodass die Spanierin ihren Vorsprung weiter auf eine Minute ausbaute.
Als sie das letzte Mal den drei Kilometer vor dem Ziel ein letztes Mal den Cauberg erklimmen musste, hatte sie immer noch eine Minute Vorsprung. Zwar beschleunigten Niewiadoma und Vollering dort noch einmal und schüttelten den Rest der Konkurrenz ab, doch Blasi holten sie nicht mehr ein. Die 23-Jährige gewann mit 27 Sekunden Vorsprung vor der Polin und der Niederländerin.
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