Roubaix (rad-net) - Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) hat seinen Sieg bei Paris-Roubaix (UCI 1.UWT) seinem verstorbenen früheren Teamkollegen Michael Goolaerts gewidmet. Der Belgier erklärte nach dem Rennen, es sei seit Jahren sein Ziel gewesen, dieses Rennen zu gewinnen und dabei für Goolaerts in den Himmel zu zeigen. Dieser war vor acht Jahren auf dem Weg nach Roubaix schwer gestürzt und anschließend verstorben.
Obwohl Van Aert Paris-Roubaix nun im siebten Anlauf gewann, führte er den Erfolg nicht darauf zurück, stärker als in den Vorjahren gewesen zu sein. Er habe sich auch in anderen Austragungen sehr gut gefühlt, doch damals seien «die Umstände nicht auf seiner Seite gewesen».
Im Finale hatte van Aert zunächst im Wald von Arenberg das Tempo forciert, ehe ihn wenig später ein Reifenschaden zurückwarf. Nachdem auch Tadej Pogacar (UAE Team Emirates – XRG) und Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) Defekte erlitten, konnte van Aert wieder zur Spitze aufschließen. Später initiierte er die entscheidende Attacke, der nur Pogacar folgen konnte. Im Velodrom setzte er sich schließlich im Sprint gegen den Straßenweltmeister durch.
«Als ich mit Tadej allein war, wusste ich, dass ich eine faire Chance habe», sagte Van Aert. Zwar sei es noch ein weiter Weg bis ins Ziel gewesen, und es hätte noch viel passieren können, doch er habe immer an den Sieg geglaubt. Spätestens nach dem letzten schweren Pflasterstück, Carrefour de l'Arbre, habe er sich «im Sprint auf Augenhöhe mit Pogacar» gesehen.
Zugleich sprach van Aert von einer großen Erleichterung. Der Roubaix-Sieg sei ein langjähriger Traum des Teams gewesen, und in den vergangenen Jahren habe die Verantwortung oft auf seinen Schultern gelegen. Deshalb sei er «besonders stolz, die Arbeit vieler Jahre nun vollendet» zu haben.
Besonders emotional wurde es, als van Aert über Michael Goolaerts sprach. Sein damaliger Teamkollege war 2018 bei Paris-Roubaix tödlich verunglückt. Seitdem habe ihn dieses Rennen auf besondere Weise begleitet: «Von dort an ist es mein Ziel gewesen, dieses Rennen zu gewinnen und für Michael in den Himmel zu zeigen», erklärte der 31-Jährige. Den Sieg widmete er deshalb dessen Familie.
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