Roubaix (rad-net) - Karl Herzog hat bei Paris-Roubaix der Junioren den zweiten Platz belegt. Der Junioren-Europameister musste nur Thijs Wiersma aus den Niederlanden den Vortritt lassen.
Das 106 Kilometer lange Rennen der U19-Fahrer führte über 18 Kopfsteinpflastersektoren und insgesamt 29,7 Kilometer Kopfsteinpflaster - darunter auch legendäre Abschnitt wie Carrefour de l'Arbre und Mons-en-Pévèle.
Nach einigen Attacken, aber auch Stürzen und Defekten, die das Feld dezimierten, setzte sich rund 60 Kilometer vor dem Ziel eine dreiköpfige Spitzengruppe mit Soren Bruyere Joumard (Frankreich), Gijs Winters (Niederlande) und Dean Woolley (Südafrika) ab. Zwar holte das Trio nie mehr als eine Minute Vorsprung heraus, konnte sich aber dennoch bis ins Finale vorne halten.
Rund 20 Kilometer vor dem Ziel attackierte Wiersma aus dem Verfolgerfeld, während Herzog kurz darauf stürzte. Doch der 18-Jährige sprang sofort wieder auf und konnte das Rennen fortsetzen, ohne zu viel eingebüßt zu haben. Während Wiersma immer näher an die Spitzengruppe herankam, kam es auf dem Carrefour de l'Arbre vorne zu dramatischen Szenen. Bruyere Joumard kollidierte mit einem Zuschauer und stürzte, Winters konnte nicht mehr ausweichen und ging ebenfalls zu Boden. Woolley lag nun alleine an der Spitze des Rennens, wurde aber sieben Kilometer vor dem Ziel von Wiersma sowie Winters wieder eingeholt.
Drei Kilometer vor dem Ziel konnte Wiersma Winters abschütteln, aber die Verfolger waren auch nicht mehr weit hinter ihm. Auf der Radrennbahn von Roubaix kam Herzog ihm immer näher, doch der Niederländer konnte sich noch knapp vor dem Deutschen behaupten. Dritter, mit zwei Sekunden Rückstand, wurde der Franzose Alban Picard.
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