San Gimignano (rad-net) – Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) hat eingeräumt, dass er den Verzicht auf Strade Bianche (UCI 1.UWT) in diesem Jahr ein Stück weit bereut. Im Gespräch mit der Onlinenachrichtenseite Cyclingnews sagte der Niederländer, er würde «sehr gerne wieder beim Toskana-Klassiker starten» – möglicherweise dann, wenn er im Winter irgendwann nicht mehr Cyclocross fahre.
Statt in Siena war van der Poel am Wochenende nach Italien gereist, um Tirreno-Adriatico (UCI 2.UWT) zu bestreiten. Die Rundfahrt dient ihm als letzte Vorbereitung auf Mailand-Sanremo (UCI 1.UWT) und die anschließenden Kopfsteinpflaster-Klassiker. Strade Bianche Anfang März komme für ihn im aktuellen Saisonmodell zu früh und sei zugleich sehr fordernd – auch, weil er den Spagat zwischen Cross-Winter, Vorbereitung und Formhöhepunkt für Flandern-Rundfahrt (UCI 1.UWT) und Paris-Roubaix (UCI 1.UWT) meistern muss.
«Ich bereue es ein bisschen, nicht gefahren zu sein. Aber der Plan, den wir für die Saison machen, ist schon sehr gut, mit den vielen Cross- und Straßenrennen. Vielleicht macht es eines Tages mit einem anderen Winterprogramm wieder mehr Sinn», erklärte van der Poel.
Der aktuelle Strade-Bianche-Kurs gilt als besonders schwer, unter anderem wegen rund 4.000 Höhenmetern und der doppelten Schlussrunde mit den Anstiegen Colle Pinzuto und Le Tolfe. Van der Poel gewann Strade Bianche 2021, damals noch auf einer Strecke mit nur einer finalen Runde. Der Niederländer betonte jedoch, dass er seine Entscheidungen nicht vom Streckenprofil abhängig mache: «Der Kurs ist, wie er ist. Sie sollten ihn nicht anpassen, wie ich es gerne hätte.»
Ne In diesem Jahr gewann Top-Favorit Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) bereits zum vierten Mal das Rennen, und wird wohl auch in Zukunft noch öfter am Start stehen, um seinen Titel zu verteidigen.
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