Siena (rad-net) - Tadej Pogacar (UAE-Team Emirates-XRG) hat Strade Bianche zum vierten Mal gewonnen. Der Weltmeister siegte erneut als Solist mit komfortablem Vorsprung und krönte sich zum Rekordsieger bei dem italienischen Klassiker.
Nachdem eine neunköpfige Spitzengruppe um Tibor Del Grosso (Alpecin-Premier Tech) rund 85 Kilometer vor dem Ziel eingeholt worden war, erhöhte das UAE-Team Emirates-XRG auf dem mit 11,5 Kilometern zweitlängsten Schotterabschnitt von Monte Sante Marie das Tempo immer weiter. Dadurch zog sich das Feld immer weiter auseinander und zerteilte sich in mehrere Gruppen. Vorne lag nun eine kleine Gruppe mit unter anderem Pogacar, seinem Teamkollegen Isaac Del Toro, Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) und Paul Seixas (Decathlon-CMA CGM). Noch auf dem selben Gravelsektor hatten Pogacar und Pidcock nach einer technischen Passage eine kleine Lücke aufgetan, doch dann fiel Pidcock die Kette herunter und musste Pogacar ziehen lassen. Zwar kamen Seixas und Del Toro noch einmal kurz an den Weltmeister heran, doch lange konnten sie sein Tempo nicht halten.
Pogacar baute daraufhin einen Vorsprung von rund anderthalb Minuten aus, den er die restlichen 78 Kilometer verwaltete.
Hinter ihm lagen zunächst Seixas und Del Toro zu zweit in der Verfolgung. Zu ihnen schlossen kurz darauf Pidcock, Matteo Jorgenson (Visma-Lease a Bike) und Romain Gregoire (Groupama-FDJ United) auf. Später kamen noch weitere Fahrer um Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) und Ben Healy (EF Education-EasyPost) heran, sodass sich die Gruppe auf rund 20 bis 30 Mann vergrößerte. Aus dieser Gruppe gab es auf den letzten beiden Schotterabschnitten, den Colle Pinzuto und Le Tolfe zahlreiche Angriffe. Schließlich konnten sich Seixas und Del Toro lösen. Am steilen Schlussanstieg hinauf nach Siena setzte der erst 19-jährige Seixas die entscheidende Attacke und sicherte sich eine Minute hinter Pogacar Rang zwei, Del Toro kam neun Sekunden später als Dritter ins Ziel.
Die deutschen Fahrer konnten nicht vorne mit eingreifen.
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