Perth (rad-net) - Am kommenden Wochenende (6. bis 8. März) findet der Auftakt des Bahnrad-Weltcups 2026 statt. Der deutsche Radsportverband German Cycling (GC) geht mit einem kleinen Aufgebot im australischen Perth an den Start - was aber nicht heißt, dass es ohne Ambitionen ist.
Die Sprinterinnen und Sprinter befinden sich schon seit Anfang Februar in Perth und haben die Zeit für intensives Training genutzt. «Wir haben unter guten Bedingungen trainiert und freuen uns nun auf die Wettkämpfe», sagt Kurzzeit-Bundestrainer Jan van Eijden. In Australien werden sie auf starke Konkurrenz treffen, wenngleich nicht die komplette Weltspitze am Start sein wird - teilweise auch wegen Anreiseproblemen aufgrund des Krieges im Nahen Osten.
Für die Teamsprint-Europameisterinnen Lea Sophie Friedrich, Pauline Grabosch und Clara Schneider ist der erste Weltcup-Lauf insofern wichtig, da es für sie die letzte Möglichkeit vor den Weltmeisterschaften (14. bis 18. Oktober 2026/Shanghai) ist, in dieser Konstellation auf internationalem Niveau gemeinsam anzutreten. Bei den anderen beiden Weltcups wird das Trio nicht fahren, da Grabosch und Schneider Verpflichtungen bei der Bundeswehr haben. In Perth wollen sie entsprechend «das EM-Ergebnis beziehungsweise die Leistung bestätigen und ausbauen», sagt Van Eijden. Friedrich wird außerdem im Sprint und Keirin starten, wo sie sich das Podium als Ziel gesetzt hat, aber auch taktisch Neues ausprobieren will. Grabosch tritt im Sprint an, Schneider im Keirin.
Im Teamsprint der Männer startet GC mit Maximilian Dörnbach, Nik Schröter und Luca Spiegel. Sie wollen in Perth zeigen, dass sie sich seit der EM weiter leistungsmäßig steigern konnten. «Auch im Sprint und Keirin wollen wir die Ergebnisse verbessern», so Van Eijden.
Im Ausdauerbereich wird GC nur mit zwei Fahrern vertreten sein - dafür aber mit seinen Topstars Roger Kluge und Moritz Augenstein. Als frischgebackene Europameister gehört das Duo zu den Favoriten im Zweiermannschaftsfahren. Kluge bestreitet zudem das Omnium, in dem er bei der EM Bronze holte. Augenstein hofft zusätzlich im Ausscheidungsfahren auf eine Spitzenplatzierung.
Die weiteren Weltcup-Stationen sind vom 17. bis 19. April Hongkong und vom 24. bis 26. April Niali in Malaysia.
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