Maasmechelen (rad-net) - Auch beim Cyclo-Cross-Weltcup in Maasmechelen (Belgien) hat Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) den Sieg davongetragen. Selbst zwei Defekte konnten den Weltmeister nicht ausbremsen. Bester Deutscher war Hannes Degenkolb (Heizomat-Cube), der ein Top-30-Resultat erzielte.
Gleich zu Beginn des Rennens hatte mit Luca Harter (Stevens) einer der deutschen Starter Pech. Vor ihm waren Joran Wyseure (Crelan-Corendon) und Pim Ronhaar (Baloise Verzekeringen-Het Poetsbureau Lions) gestürzt und er stürzte noch über sie. Während Harter das Rennen aber fortsetzen konnte und am Ende noch 39. wurde, mussten Ronhaar und Wyseure, der lange an Ort und Stelle ärztlich versorgt wurde, das Rennen aufgeben.
Besser lilef es unter anderem für Degenkolb, der sich schnell in die Top-30 nach vorne fahren konnte, zwischenzeitlich sogar Richtung Top-25 unterwegs war und am Ende 27. wurde. Max Heiner Oertzen (Radsport Nagel) belegte Rang 34, Silas Kuschla 40.
Ganz vorne setzte sich zu Beginn des Rennens Cameron Mason (Seven) alleine ab, wurde dann aber in der zweiten Runde von den Favoriten um Van der Poel, seinem Teamkollegen Tibor del Grosso und Thibau Nys (Baloise Verzekeringen-Het Poetsbureau Lions) eingeholt. Eine Runde später konnten sich Del Grosso und Van der Poel aus der Gruppe lösen. Van der Poel hielt daraufhin das Tempo weiter hoch und hatte auch schon auf Del Grosso einen kleinen Vorsprung herausgeholt, als ihn kurz nach dem Depot ein Vorderraddefekt ereilte. Er hatte einen relativ weiten Weg zum Wechsel, wodurch er rund 20 Sekunden auf Del Grosso, der nun alleine in Führung lag, einbüßte.
Nach dem Radwechsel machte Van der Poel aber schnell wieder Positionen gut und konnte in der sechsten von insgesamt neun Runden zu Del Grossos nächsten Verfolgern, Nys und Niels Vandeputte (Alpecin-Premier Tech) wieder aufschließen. Kurz darauf kamen sie auch an Del Grosso heran. Kurz darauf attackierte Van der Poel erneut - und wieder erlitt er einen Platten, nun am Hinterrad. Zum Depot war es aber dieses Mal nicht ganz so weit, sodass er seine Führung knapp behaupten konnte.
Den Sieg - der mittlerweile 50. im Weltcup - holte der Niederländer mit drei beziehungsweise vier Sekunden Vorsprung vor seinen beiden Teamkollegen Del Grosso und Vandeputte. «Das hat mich heute mehr Kraft gekostet, als gedacht», sagte Van der Poel mit einem Lächeln im Siegerinterview.
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