Moraira (rad-net) – Julian Alaphilippe geht auch mit 33 Jahren hochmotiviert in die kommende Saison. Der frühere Weltmeister und Monument-Sieger machte beim Medientag seines Team Tudor deutlich, dass er trotz der fortgeschrittenen Phase seiner Karriere weiterhin große Ziele verfolgt und noch lange nicht ans Aufhören denkt.
«Ich bin klar näher am Ende meiner Karriere, das ist mir bewusst. Aber ich habe immer noch sehr viel Biss. Wenn dieses Feuer noch da ist, ist das ein gutes Zeichen», sagte Alaphilippe.
Der Franzose hat noch zwei Jahre Vertrag bei Tudor und plant mindestens bis 2027. Über ein mögliches Karriereende wolle er sich aktuell keine Gedanken machen.
Sportlich wird sich sein Fokus 2026 wieder stärker auf die Klassiker verlagern, insbesondere auf die Ardennen. Der Saisonauftakt ist bei der Algarve-Rundfahrt (UCI 2.Pro) geplant, anschließend stehen unter anderem Strade Bianche (UCI 1.UWT), Tirreno-Adriatico (UCI 2.UWT), Mailand–Sanremo (UCI 1.UWT) und die Baskenland-Rundfahrt (UCI 2.UWT) auf dem Programm. Auch die Weltmeisterschaften in Montreal bezeichnete Alaphilippe als mögliches großes Ziel, womöglich als letzte Chance auf einen weiteren WM-Erfolg.
Seine erste Saison bei Tudor verlief nicht reibungslos. Krankheiten bremsten ihn vor allem im Frühjahr aus, dennoch zog Alaphilippe ein positives Fazit. «Ich war wirklich sehr glücklich. Es war etwas Neues. Ich habe jede Facette dieses Wechsels genossen», erklärte er. Mit dem Sieg beim Grand Prix Cycliste de Québec (UCI 1.UWT) setzte er zudem ein sportliches Ausrufezeichen.
Neben den eigenen Ambitionen sieht sich Alaphilippe bei Tudor auch in einer Führungsrolle. Seine Erfahrung und positive Art seien gefragt. «Ich teile meine Erfahrung gern. Nicht, weil ich alles weiß, sondern weil ich helfen möchte. Wenn es dem Team hilft, macht mich das glücklich», erklärte der Franzose.
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