Frankfurt am Main (rad-net) – Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat im Rahmen der Verbändebeteiligung eine ausführliche Stellungnahme zum Entwurf des neuen Sportfördergesetzes eingereicht und betont darin die zentrale Bedeutung der Athletinnen und Athleten für eine erfolgreiche Spitzensportreform. Die private Förderinstitution unterstützt seit 1967 den deutschen Leistungssport und sieht erheblichen Anpassungsbedarf.
«Die Athletinnen und Athleten müssen zuerst kommen. Sie sind wichtiger als jede Struktur. Die Reform kann nur dann eine Wende bringen, wenn sie dort stärkt, wo Leistung entsteht – bei den Athletinnen und Athleten selbst», erklärte Sporthilfe-Vorstandsmitglied Max Hartung. Die Sporthilfe signalisiert zugleich ihre Bereitschaft, ihre jahrzehntelange Erfahrung in die Umsetzung einzubringen.
Für das Jahr 2027 schlägt die Sporthilfe mehrere konkrete Maßnahmen vor, die eine spürbare Verbesserung der Rahmenbedingungen bewirken sollen. Dazu gehören die Erhöhung der Grundförderung, die Integration neuer olympischer und paralympischer Disziplinen bis Los Angeles 2028 sowie Individualbudgets für Athletinnen und Athleten als Pilotprojekt. Insgesamt belaufen sich die vorgeschlagenen Zusatzinvestitionen auf 7,85 Millionen Euro pro Jahr.
«Die internationalen Anforderungen im Spitzensport erfordern schnelles Handeln», erklärte Karin Orgeldinger, Vorstand Athletenförderung. Das geplante Individualbudget müsse «rasch und unkompliziert» in bestehende Strukturen integriert und durch die Sporthilfe abgewickelt werden. Man stehe für nachvollziehbare und effiziente Förderung, die Athletinnen und Athleten bestmöglich unterstütze.
Neben der finanziellen Ausstattung empfiehlt die Sporthilfe, die geplante neue Spitzensport-Agentur mit klarer Kompetenzorientierung, Unabhängigkeit und fachlich breit aufgestellten Gremien aus Sport, Wirtschaft und Gesellschaft auszustatten. Auch bei der Gewinnung privater Mittel solle auf bewährte Strukturen zurückgegriffen werden: Die Sporthilfe sieht sich hier seit Jahrzehnten als verlässlicher Partner der Wirtschaft.
Mit der Stellungnahme unterstreicht die Sporthilfe ihre Erwartung, dass die anstehende Reform nicht nur Strukturen ordnet, sondern tatsächliche Verbesserungen für Athletinnen und Athleten schafft – als Voraussetzung für internationale Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltigen Erfolg im deutschen Spitzensport.
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