Mallorca (rad-net) – Ein außergewöhnliches Projekt hat Red Bull – BORA – hansgrohe auf dem Flugplatz Son Bonet auf Mallorca umgesetzt: Neun Fahrer des Teams ließen erstmals ein Segelflugzeug allein mit Muskelkraft abheben. Das Vorhaben war Teil des Projekts «Peloton Takeoff», an dem Ingenieure und Fahrer ein Jahr lang arbeiteten.
Zum Einsatz kamen ein Segelflugzeug mit Pilot, eine 1.500 Meter lange Startbahn und ein speziell entwickeltes Gurtsystem, das die Kraftübertragung der Athleten auf das Flugzeug möglich machte. Insgesamt rund 6.500 Watt leisteten die Fahrer Florian Lipowitz, Nico Denz, Jordi Meeus, Tim Van Dijke, Laurence Pithie, Adrien Boichis, Davide Donati und Gijs Schoonvelde in einer sogenannten «Husky-Formation». Nach etwa 90 Sekunden erreichte der Flieger die benötigten 54 km/h, hob ab und stieg auf rund 100 Meter Höhe.
«Als ich zum ersten Mal von diesem Projekt hörte, dachte ich, so etwas sei nicht realistisch. Ein Flugzeug starten? Völlig unmöglich. Etwas Vergleichbares hat es im Radsport noch nie gegeben», sagte der diesjährige Tour-Dritte Lipowitz.
Ein zentrales Element war laut Dan Bigham, Technischer Leiter des Teams, das eigens entwickelte Gurtsystem: «Es gab so etwas vorher nicht. Wir haben unzählige Stunden in die Konstruktion gesteckt. Ohne diesen Gurt wäre es nicht möglich gewesen.»
Die Ingenieure hatten berechnet, dass jeder Fahrer etwa 500 Watt leisten müsse, um das Flugzeug in die Luft zu bringen. «Jedes zusätzliche Watt bedeutete am Ende mehr Höhe», erklärte Bigham.
Nach einem Jahr Vorbereitung gelang nun der historische Versuch. Es ist ein weiterer ungewöhnlicher Rekord in der langen Tradition spektakulärer Red-Bull-Projekte.
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