Terralba (rad-net) – Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen) hat den dritten Lauf des Cross-Weltcups auf Sardinien gewonnen. Der Belgier setzte sich in Terralba in einem engen Finale gegen Joris Nieuwenhuis (Ridley Racing) und Laurens Sweeck (Crelan – Corendon) durch und feierte damit seinen ersten Weltcup-Erfolg der Saison sowie den vierten Sieg in diesem Winter.
Der 31-Jährige nutzte seine Stärke in den zahlreichen Sandsektoren des 3,1 Kilometer langen Rundkurses, um sich auf der Schlussrunde aus einer zuvor zehnköpfigen Spitzengruppe zu lösen. Nach einem schnellen Antritt vor der Treppe am Ortszentrum behauptete der Pauwels-Sauzen-Fahrer auf der letzten Schottergeraden einen knappen Vorsprung ins Ziel. Nieuwenhuis folgte eine Sekunde später. Sweeck wurde zeitgleich Dritter.
Das Rennen war lange sehr taktisch. Nach sechs Runden hatte sich eine elf Fahrer umfassende Gruppe gebildet, in der sich Vanthourenhout und Nieuwenhuis mehrfach an der Spitze ablösten. Auch Sweeck setzte drei Runden vor Schluss erste Akzente, konnte sich jedoch nicht entscheidend absetzen. Auf der letzten Runde fiel die Entscheidung, als Vanthourenhout in den Sandpassagen schneller beschleunigte und den entscheidenden Vorsprung herausfuhr.
Durch seinen dritten Platz verkürzte Sweeck seinen Rückstand in der Weltcup-Gesamtwertung auf Spitzenreiter Thibau Nys (Baloise Glowi) auf vier Punkte. Nieuwenhuis rückte auf Rang drei der Wertung vor, während Vanthourenhout als Titelverteidiger nun zwölf Punkte zurück auf Rang vier liegt.
Sechs der Top-Ten-Fahrer der Weltcup-Gesamtwertung hatten auf den Start auf Sardinien verzichtet, darunter Nys, Lars van der Haar, Cameron Mason (Seven Racing), Jente Michels (Alpecin – Deceuninck Development), Emiel Verstrynge (Crelan – Corendon) und Toon Aerts (Deschacht – Hens), wodurch sich für die zweite Reihe zusätzliche Chancen ergaben.
Luca Harter fuhr als einziger deutscher Starter auf den 26. Platz.
Der Weltcup war nach einer abgesagten Austragung im Vorjahr nach Terralba zurückgekehrt. Der neue Kurs führte über mehrere Sandfelder entlang einer Lagune, durch Parkpassagen und über eine Treppe am Ortskirchplatz, bevor ein unbefestigter Abschnitt die Zielgerade bildete.
Nächste Woche steht der vierte Weltcup-Lauf im belgischen Namur an.
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