Frankfurt (rad-net) – Der organisierte Sport in Deutschland wächst weiter: Laut aktueller Bestandserhebung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verzeichnen die rund 86.000 Vereine erstmals über 29 Millionen Mitgliedschaften – so viele wie noch nie seit Beginn der Erfassung im Jahr 1954.
Zum Stichtag 1. Januar 2025 zählte der DOSB 29,3 Millionen Mitgliedschaften, ein Zuwachs von über 500.000 Personen, beziehungsweise 2,18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt der Vereinssport die größte Bürgerbewegung des Landes und übertrifft erneut den Rekord aus dem Vorjahr.
«Dieser erneute Rekord ist ein echter Aufschwung für den Sport und für unsere Gesellschaft. Sport im Verein steht für Gesundheit, Fairplay und Zusammenhalt. Wenn wir, auch politisch, mehr in den Sport investieren würden, könnten wir das Potenzial der Vereine noch besser nutzen», sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert.
Besonders stark war das Wachstum bei Kindern und Jugendlichen: Die Zahl der Mitgliedschaften bei den 0- bis 6-Jährigen stieg um 4,1 Prozent, bei den 7- bis 14-Jährigen sogar um 4,6 Prozent. Alle 16 Landessportbünde verzeichneten Zuwächse, Spitzenreiter war Hamburg mit einem Plus von 4,56 Prozent. Mitgliederstärkstes Bundesland bleibt Nordrhein-Westfalen mit über 5,47 Millionen Vereinsmitgliedschaften.
Der deutsche Radsportverband German Cycling verzeichnet aktuell rund 150.000 Mitglieder in seinen Reihen. Diese sind in mehr als 2.500 Radsportvereinen organisiert, die bundesweit aktiv sind. Damit bleibt der Radsport eine feste Größe im organisierten Sport in Deutschland – vom Straßen- und Bahnradsport über BMX bis hin zu Mountainbike und Breitensport.
Nach den jüngsten Zahlen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zählt der Radsport damit weiterhin zu den mitgliederstarken olympischen Sportarten. Der Trend zeigt: Trotz vielfältiger Freizeitangebote und dem anhaltenden Wandel im Vereinswesen bleibt die Bindung an die Radsportvereine stabil – mit Potenzial für weiteres Wachstum durch den anhaltenden Radboom in Deutschland.
Trotz der erfreulichen Zahlen mahnt der DOSB zu Investitionen in Infrastruktur und Ehrenamt. «Der neue Mitgliederrekord ist ein starkes Signal, aber auch ein Weckruf. Viele Vereine stoßen an ihre Grenzen: marode Sportstätten, zu wenig Ehrenamtliche und hohe Bürokratie bremsen das Engagement vor Ort aus. Jetzt ist die Politik gefordert, ihre Zusagen einzulösen», sagte DOSB-Vorständin Michaela Röhrbein.
Der DOSB verweist in diesem Zusammenhang auf die geplante «Sportmilliarde», den «Zukunftspakt Ehrenamt» sowie gezielte Investitionen in moderne Sportstätten, um das anhaltende Wachstum nachhaltig abzusichern.
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